surflocal-mag

Kiten und Windsurfen am Badestrand - Darf man das?

Wie ist was geregelt? Wir haben nachgehakt!

Tolles Wetter, Wind und ein riesiger Sandstrand, auf dem sich die Badegäste tummeln. Was also tun? Soll man es wagen und unter den argwöhnischen Blicken einiger Urlauber ein ruhiges Plätzchen suchen und dann an den Badegästen vorbei aufs Wasser gehen. Ein gutes Gefühl hat man dabei sicherlich nicht und Stress ist meistens vorprogrammiert. Erst recht wenn man sich zu nahe kommt und nicht ausreichend Abstand hält. Aber wie verhält es sich nun mit den Bestimmungen und wer hat Recht, wenn er sich über den anderen aufregt. Dazu gibt es klare Regeln, über die man Bescheid wissen sollte und die wir für euch zusammengetragen haben.

Strandsatzung und Beschilderung 
An den Ostseestränden hat fast jeder größere Badeort eine eigene Strandsatzung, in der bestimmte Strandaufgänge oder Strandabschnitte als Surf- oder Wassersportbereiche ausgewiesen sind. Manchmal sind diese auch direkt am Strand durch entsprechende Schilder oder schwarz-weiße Flaggen im Uferbereich gekennzeichnet. 

Badebereiche sind grundsätzlichmit weißen Bojen mit gelbem Kreuz gekennzeichnet. Mitunter kommt es aber vor, dass lediglich weiße Bojen oder selten auch gelbe Bojen als Abgrenzung zu erkennen sind. Auf Binnenseen werden Badebereiche dagegen grundsätzlich mit gelben Bojen mit rotem Kreuz oder nur mit gelben Bojen markiert.In diesen öffentlich genehmigten Badezonen dürft ihr keinesfalls aufs Wasser. Auch das durchqueren ist hier strengstens verboten.

Was ist aber, wenn es am Strand weder eine Strandsatzung noch einen abgegrenzten Badebereich gibt und Badegäste trotzdem im Wasser sind!? Dann hilft der §26 Absatz 5 der Seeschifffahrtstraßenordnung weiter, welcher besagt:


„Segelsurfer und Kitesurfer müssen vor Stellen mit erkennbarem Badebetrieb oder gekennzeichneten Badegebieten im Wasser außerhalb des Fahrwassers einen Abstand von mindestens 50 Metern von der seeseitigen Begrenzung des Badegebietes und gegenüber allen Badenden einhalten. Die Geschwindigkeit ist so anzupassen, dass eine Gefährdung, Schädigung oder Behinderung der Badenden ausgeschlossen ist und Belästigungen auf ein nach den Umständen unvermeidbares Maß reduziert werden.“

An größeren Surfspots gibt es zudem fast immer mehr oder weniger offiziell getrennte Bereiche für Windsurfer, Kiter und Badegäste. Falls ihr vor Ort dazu keine Infos findet und euch nicht sicher seid, solltet ihr am besten einen Local oder die Surfschule vor Ort fragen. Die wissen meistens am besten Bescheid und helfen gerne.

Viele wichtige Spotinformationen wie Strandsatzungen, Naturschutzgebiete und örtliche Besonderheiten findet ihr bei uns auf den einzelnen Spotseiten zum Nachlesen. Darum informiert euch vorab um unnötigen Stress zu vermeiden.

Viele Grüße,
euer surflocal- Team

 

 

 



Einen Kommentar schreiben




Trage bitte die Farbe des Wortes ROT zur Überprüfung ein.



pssst..! Entdecke unsere Spots:

Neuhaus - Ein erstklassiges Waverevier mit kleinen Hürden