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Jump Jump Jump - Xensr im Test

Wie schnell bin ich auf dem Wasser, wie hoch sind meine Sprünge. "Xensr" der Tracker im surflocal Test

 

Wer wollte nicht immer schon einmal wissen, wie schnell er auf seinem Board unterwegs ist oder noch viel besser wie hoch er damit springt. Vor einiger Zeit kam bereits das „Woo“ auf dem Markt und schaffte damit eine erste Revolution. Das „Xensr“ setzt nun noch einen oben drauf. Der Preis mit fast 300 Euro ist stolz und lässt einiges erhoffen.


Das Gerät im Test
Das Xensr kann auf jedes beliebige Board montiert werden. Es rastet dabei an einer fest verklebten Halterung durch verdrehen ein. Sicherheitshalber habe ich mir an einer kleinen Öse am Gerät einen Karabinerhaken montiert und diesen als Sicherung an den Schlaufen befestigt. Wer das Xensr auf zwei Boards nutzen möchte, benötigt dazu eine zweite Halterung. Diese kann man für ca. 20 Euro nachkaufen.

Bedienung
Beim Durchblättern der deutschen Bedienungsanleitung musste man die Erklärungen teilweise mit ein bisschen Fantasie ergänzen und ein wenig kreativ sein, um sie zu verstehen. Insgesamt habe ich dann ungefähr drei Sessions gebraucht, um halbwegs vernünftige Aufnahmen hinzubekommen. Bei den ersten Aufnahmen hatte ich den Bedienungsknopf (es gibt nur einen am Gerät) mal zu kurz und mal etwas zu lange gedrückt und dann war die gesamte Aufnahme nicht auswertbar. Vielleicht würde es dem Gerät gut tun, wenn es einen zweiten Bedienungsknopf gebe. Dann wäre die Aufnahmeprozess vielleicht nicht so fehleranfällig. Der Knopf könnte zudem ein bisschen größer ausfallen, damit man ihn auch mit Handschuhen gut bedienen kann. Die vier LEDs, die in einem X angeordnet sind, haben eine ganze Reihe von unterschiedlichen Blinksignalen und drei verschiedene Farben. Leider kann man sie gerade an sonnigen Tagen auf und im Wasser kaum erkennen. So muss man ganz genau hinschauen, ob die Aufnahme auch wirklich läuft.

Technisch ausgereift?
Ein weiteres Problem ist der GPS-Empfang. Ich habe teilweise nach dem Start auf dem Wasser keinen Empfang gehabt. Nach einer nervigen Viertelstunde mit Ein- und Ausschalten hat es dann doch noch funktioniert. Ab sofort schalte ich das Gerät bereits beim Aufbauen an, damit es in der Zwischenzeit den Empfang herstellen kann. So sollte es in Zukunft besser funktionieren.

Auswertung
Die Daten kann man sowohl am PC als auch per App auf dem Handy auswerten. Am PC wird das Gerät über USB angeschlossen und auch geladen. Beim Anschließen muss man aufpassen, wann und wie man den Knopf drückt, sonst erkennt der PC das Gerät nicht, das Xensr fängt wieder an aufzuzeichnen oder es lädt nur den Akku und leuchtet dabei ausschließlich mit nur einer roten LED. Auf der ausschließlich englischsprachigen Website von Xensr.com kann man die Datenpakete vom Xensr direkt in das Browserfenster ziehen und gleich danach anschauen (siehe Screenshot). Auf der Googlemaps Ansicht hat man eine tolle Übersicht auf seine gefahrene Route. Sie zeigt sogar die momentane Geschwindigkeit zu jeder Bewegung an. Außerdem werden die Sprünge und die Stelle, an der man seine schnellste Geschwindigkeit hatte, markiert. Mitunter zeichnete das Xensr auch fehlerhafte Aufnahmen auf. Beispielsweise gab es an, dass ich auf einer Aufnahme zeitweise mit dem Board über Land gefahren sei, und auf einer anderen, dass ich ständig Sprünge von über 40m Höhe gemacht hätte. Diese fehlerhaften Aufnahmen sind aber die Ausnahme. Die Menüführung könnte für meinen Geschmack an einigen Stellen noch etwas intuitiver und übersichtlicher sein. Man gewöhnt sich aber daran.

Auf dem oben gezeigten Screenshot erkennt man eine geöffnete Session direkt nach dem hochladen. Unterwegs war ich mit einem 14er North Rebel bei 4-5 Windstärken. Der höchste Sprung lag bei 6,08m mit einer Fluzeit von 3,99 Sekunden. Die auf der googlemaps Ansicht dargestellten Zahlen sind die Sprünge, wobei die rot gekennzeichnete Nummer 3 der höchste Sprung war. Das grüne Symbol kennzeichnet die Stelle mit der schnellsten Geschwindigkeit von 42,2 km/h. Die Tachometeransicht oben rechts in der Session Map zeigt beim abspielen der Fahrt die aktuelle Geschwindigkeit an. Im Durchschnitt lag diese geschätzt bei 25 km/h. Ein entsprechender Messwert für die Durchschnittsgeschwindigkeit fehlt bislang in der Software und wäre sicherlich insbesondere für längere Touren interressant.

Die Uhrzeit in der Software liegt 1 Stunde nach der mitteleuropäischen Zeit. Bislang habe ich noch nicht herausgefunden wie oder ob man sie richtig einstellen kann.

Der Akku
Der Akku des Gerätes scheint eine gute Haltbarkeit zu haben. Leider gibt es keine Anzeige zum Akkustand und das Gerät warnt nicht bevor es sich abschaltet. Somit kann es passieren, dass die letzte Session nicht mehr gespeichert wird. Zudem frage ich mich, ob man den Akku irgendwann tauschen kann, da es sich um ein Verschleißteil handelt.

Weitere Funktionen
Zum Wiederfinden eines verlorenen Surfboards eignet sich so ein GPS Empfänger leider noch nicht, da man die Daten erst auslesen kann wenn man es an ein externes Gerät (PC oder Handy) koppelt. Vielleicht ist das ja eine Idee für die Zukunft.

Fazit
Alles in allem macht das Xensr viel Freude, auch wenn man sich zunächst ein bisschen mit einspielen muss. Es bleibt spannend wie sich in den nächsten Jahren solche Geräte weiterentwickeln werden.
  



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  • Andreas20.05.2016 10:10 Uhr
    Bitte auf Firmware 1.04 updaten, dann sind viele der oben beschriebenen Probleme schon beseitigt. In der Android App z.B. kann man den Akku Stand des Xensr sehen, Sessions starten und beenden und die Sprünge der Sessions ansehen. Hierbei stimmt auch die angezeigte Uhrzeit (UTC+2). Beim Hochladen auf den Account ist die Sommerzeitumstellung noch nicht berücksichtigt, hier wird UTC+1 angezeigt.
    Wie bei jedem GPS Gerät Tomtom,GPS Laufuhr etc. muss man nach dem Einschalten warten, bis die Satelliten gefunden werden. Dabei sollte man das Board mit dem Xensr liegen lassen und am besten die Zeit zum Kite aufpumpen/ anknüpfen nutzen.
    Wenn man die Session mit der App startet, kann man sie gleich als "Kiteboarding" klassifizieren, dann merkt sich das Gerät dies auch für die nächsten mit dem Knopf gestarteten Sessions und beim Upload geht alles einfacher und schneller. Hat man nicht klassifiziert, weil man immer mit dem Knopf gestartet hat, muss man dies unbedingt nach dem Upload, für jede Session extra, durch klicken auf das Xensr Symbol oben links machen. Dann erhält man auch Anzeigen für Durchnitts- und Maximalgeschwindigkeit.




Trage bitte die Farbe des Wortes ROT zur Überprüfung ein.



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